Schon eine ganze Weile schreibe ich an einem Artikel über das Kürzen von Ikea-Schränken. Dabei musste ich feststellen, dass ich viel mehr Fotos hätte schießen müssen. So genau kann man die Schritte nicht beschreiben, dass Leser das nach der Anleitung ordentlich schaffen. Nächstes Mal werde ich jeden Schritt aufzeichnen. Fehlt nur noch ein Schrank zum Kürzen…
Links: Forstnerbohrer mit Hartmetalschneiden Rechts: No-Name Forstnerbohrer
Mit Forstnerbohrern hatte ich bisher nicht allzu viel Freude. In weichem Holz schneiden meine Bohrer noch ganz passabel, mit Hartholz und Plattenmaterial sind sie definitiv überfordert.
Ich gestehe, dass ich immer No-Name Bohrer gekauft hatte. Die Versuchung einen ganzen Satz zu kaufen (in 2 mm Schritten bis 50 mm) war einfach zu groß.
Wichtig bei der Arbeit mit solchen Bohrern ist Absaugung. Wenn der Span nicht sofort abgeführt wird, schwimmt der Bohrer auf und schneidet nicht mehr richtig.
Nachdem ich für ein aktuelles Projekt 21 Löcher mit 40 mm Durchmesser 50 mm tief in Buche schneiden muss, riss mir der Geduldsfaden. Mein Forstnerbohrer hat sich im Zehntelmillimeterbereich mühselig vorgekämpft und das obwohl ich an der Standbohrmaschine schon ordentlich Kraft aufgewendet habe. Außerdem wurde er sehr heiß. Die staubigen Späne und die Hitze waren ein deutliches Zeichen, dass der Bohrer überfordert war.
Im Bild oben sieht man einen Bosch Kunstbohrer neben dem Forstnerbohrer. Er ist mit Hartmetallschneiden besetzt, hat seitlich statt einem Kranz nur kleine Schneiden (was die Reibung reduziert) und deutlich mehr Platz für Spanabfuhr. Freundlicherweise hat ihn Bosch auf der Packung auch noch mit der erlaubten Maximaldrehzahl von 700 Touren beschriftet — besser wäre es noch, wenn das auch auf dem Bohrer selbst stehen würde.
Mit 25 € Anschaffungspreis gehört er noch zu den günstigen Vertretern seiner Gattung. Der Unterschied beim Bohren jedoch ist gewaltig. Schöne flächige Späne, schneller Vorschub ohne übermäßigen Kraftaufwand und deutlich weniger Hitze machen mehr Spaß beim Arbeiten. Müsste ich jetzt noch einmal von vorne mit dem Einkauf anfangen würde ich mir drei Größen als Kunstbohrer kaufen, die ich ständig brauche (20 mm, 35 mm und 40 mm) und andere nur dann, wenn ein Projekt es unbedingt erfordert.
Pei-Yu mit ihrem im Frauenschreinerkurs gebauten Klapptisch
Meine Frau Pei-Yu hat letztes Wochenende an einem Schreinerkurs für Frauen im Bildungszentrum Nürnberg (Kursnummer 35531) teilgenommen. Es war für sie ein Riesenspaß, besonders da aus reinem Zufall noch drei Kolleginnen aus der gleichen Firma dort waren. Unter der Anleitung von Frau Elisabeth Vandea bauten die anwesenden Damen wahlweise einen kleinen Klapptisch oder eine Blumentreppe. Pei-Yu hat den Klapptisch gebaut, der von der Größe her zum Tragen einer Topfpflanze ideal ist.
Das BIZ-Nürnberg bietet einen Frauenschreinerkurs an.
Die Lerninhalte waren: Messen, Anzeichnen, Bohren mit Handbohrmaschine und Bohrständer, Arbeiten mit der Stichsäge, Leimen und Schrauben.
Der Frauenschreinerkurs erlaubt den Teilnehmerinnen in ihrem eigenen Tempo Freude am kreativen Holzwerken zu entwickeln — ohne “schlaue” Sprüche von männlichen Hobbyschreinern. Das Konzept bewährt sich, die Kurse sind sehr gut besucht. Das gibt zwei Daumen hoch für die gelungene Einführung in die Welt des Holzwerkens. Hoffentlich können wir uns demnächst über Artikel von Hobbyschreinerinnen freuen!
Ein exakt geschnittenes Brett sorgt für parallele Schienen.
Thomas und ich haben den Schiebeschlitten meiner Bosch GTS 10 XC neu justiert. Dazu brauch man mit zwei sehr exakt geschnittene Abstandsbretter, einen Schraubendreher, einen Inbusschlüssel und sehr viel Geduld.
Der Nullspieleinsatz schließt exakt mit dem Sägeblatt ab
Ein Nullspieleinsatz umschließt das Sägeblatt so eng wie möglich. Das verhindert erstens Ausriss, da die Sägezähne keinen Platz haben, die Holzfasern nach unten in den Spalt hineinzuziehen. Zweitens lassen sich mit den Nullspieleinsatz auch kleine Streifen schneiden, die sonst in den Spalt kippen oder fallen würden.
Lesen sie wie sie selbst einen Nullspieleinsatz bauen können. Wir zeigen das am Beispiel einer Bosch GTS 10 Tischkreissäge. Die Methode ist aber auf viel andere Kreissägen übertragbar.
Heute habe ich meinen Erfahrungsbericht zur DeWalt DW682 fertig gestellt.
Erstaunlich, wie lange es dauert, einen Artikel über eine Flachdübelfräse zu schreiben. Gut jetzt ist das natürlich nur mein Hobby, aber ich bin trotzdem froh, dass es der Artikel nach drei Monaten endlich vom Entwurf zur Veröffentlichung geschafft hat.
Eine günstige Schwanenhalslampe mit einer Power-LED beleuchtet das Sägeband
Schwanenhalslampen gibt es bei Elektronikversendern schon ab ca. 13 Euro. Eine starke LED-Lampe vorausgesetzt, kann man damit das Sägen sicherer und bequemer machen. Gerade mal zwei Schrauben, Federringe und Beilagscheiben waren nötig, um die alte Bandsäge aufzuwerten.
Der Schwanenhals sorgt dafür, dass man die Sägestelle zielgenau beleuchten kann und die Lampe bei Bedarf auch ganz aus dem Weg entfernen kann. Außerdem behindert sie nicht das Öffnen der Frontklappe, wenn man das Sägeblatt wechseln muss.
Ich war skeptisch, wie gut mein selbst gebauter Zyklonabscheider funktionieren würde, schließlich ist der Durchmesser mit einem Abflussrohr eher klein.
Irgendwann ist der Auffangeimer des Zyklons voll und muss geleert werden
Nachdem der Auffangeimer gerade voll (Bild oben) war, habe ich den Staubbeutel im Staubsauger kontrolliert (Bild unten) und der war praktisch leer.
Das für mich erstaunliche an dem Ergebnis ist, das eine so simple und billige Lösung bereits so gut separiert. Das reicht für den Zweck seltener neue Staubbeutel kaufen zu müssen definitiv aus.
Dank Zyklonabscheider kommt praktisch kein Staub mehr im Staubbeutel an
Vorsicht empfiehlt sich beim Leeren des Eimers dennoch. Der feine Staub flieg schnell durch die Gegend.
Wer den Zyklonabscheider nachbauen will, findet ihn auf der Projektseite.