Werbung nervt

Author: Indolences, Lizenz: public domain

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Mal ganz abgesehen von den automatisch generierten Link-Spam-Kommentaren, die der Blog-Spam-Filter meines Blogs regelmäßig herausfiltern muss, bekommen wir regelmäßig als Kommentare getarnte Werbung.

Die Hobbyholzwürmer sind das Blog eines Hobbyisten. Server und Bandbreite sind privat finanziert und die Artikel entstehen in der Freizeit.

Ich mache hier bewusst keine Werbung. Auch die Werkzeugtests haben keinen kommerziellen Hintergrund. Wenn ich meine Erfahrung mit einem Werkzeug für hilfreich halte, dann veröffentliche ich sie. Die Werkzeuge sind selbst-finanziert und ich stehe in keiner Beziehung zu den Herstellern. Deshalb kann ich auch keine Vergleichstests anbieten — wer kann es sich privat schon leisten, von einem Werkzeug mehrere Varianten zu kaufen.

Sollte ich einmal die Anfrage von einem Hersteller bekommen, sein Produkt zu testen und mich entscheiden das zu tun, dann wird das offensichtlich und ganz deutlich direkt über dem Artikel stehen.

Daher ärgert es mich ganz besonders, dass mittlerweile sogar schon handgeschriebene Werbekommentare angelegt werden. Die weniger dreisten enthalten nur die Links hinter dem Kommentator-Namen. Das sehe ich bei kommerziellen Angeboten eigentlich auch schon kritisch, weil das stark nach Suchmaschinenoptimierung riecht. Welcher Privatmensch hat schon eine Seite, die “kreissaegentest.de” heißt.

Ehrlicher, wenn auch kaum weniger ärgerlich sind Kommentare, die offen für andere Seiten werben. Ich weiß, dass kommerzielle Seiten gerne ihr Page-Ranking durch möglichst viele Links auf ihre Seite verbessern wollen.

An die Werbetreibenden gerichtet, die das regelmäßig machen: fragt die Webmaster einer Seite, ob sie Werbung für Euch schalten wollen. Und wenn nicht, dann akzeptiert das bitte und versucht nicht, Link-Spam zu positionieren. Ihr würdet auch nicht wollen, dass jemand auf Eure Hauswand ungefragt das Logo eines Herstellers für koffeinhaltige Brause pinselt. Ich werde solche Kommentare ab jetzt konsequent entfernen.

Verschätzt Ihr Euch auch regelmäßig beim Aufwand eines Holzwerkenprojekts?

Mir fällt in letzter Zeit immer deutlicher auf, dass ich mich beim Aufwand und noch mehr bei der Dauer meiner Holzwerkenprojekte regelmäßig nach unten verschätze.

Warum das passiert, dafür habe ich nur Mutmaßungen:

  1. Dinge, die man das erste Mal macht brauchen immer besonders lange.
  2. Wiederholende Tätigkeiten summieren sich stärker als man meint, selbst wenn jeder Schritt einfach und kurz ist.
  3.  Nachdenken dauert länger als das eigentliche Handwerk hinterher.
  4. Nachdem es ein Hobby ist, hetze ich mich nicht.

Allerdings vermute ich zusätzlich auch noch Zweckoptimismus. Ich habe zu meiner Werkstatt ca. 15 Minuten Anfahrtszeit und kann meistens nur Samstags außerhalb der Ruhezeiten an meinen Projekten arbeiten. Abends nach der Arbeit schaffe ich es praktisch nie in die Werkstatt bevor ich keinen Lärm mehr machen darf. Vermutlich führt das dazu, dass ich mir immer wieder sage, ich muss aus der Zeit das beste machen.

Verschätzt Ihr Euch auch oft beim Projektaufwand? Wenn ja, woran liegt’s?

Forstnerbohrer gegen Kunstbohrer

Forstnerbohrer gegen Kunstbohrer

Links: Forstnerbohrer mit Hartmetalschneiden
Rechts: No-Name Forstnerbohrer

Mit Forstnerbohrern hatte ich bisher nicht allzu viel Freude. In weichem Holz schneiden meine Bohrer noch ganz passabel, mit Hartholz und Plattenmaterial sind sie definitiv überfordert.

Ich gestehe, dass ich immer No-Name Bohrer gekauft hatte. Die Versuchung einen ganzen Satz zu kaufen (in 2 mm Schritten bis 50 mm) war einfach zu groß.

Wichtig bei der Arbeit mit solchen Bohrern ist Absaugung. Wenn der Span nicht sofort abgeführt wird, schwimmt der Bohrer auf und schneidet nicht mehr richtig.

Nachdem ich für ein aktuelles Projekt 21 Löcher mit 40 mm Durchmesser 50 mm tief in Buche schneiden muss, riss mir der Geduldsfaden. Mein Forstnerbohrer hat sich im Zehntelmillimeterbereich mühselig vorgekämpft und das obwohl ich an der Standbohrmaschine schon ordentlich Kraft aufgewendet habe. Außerdem wurde er sehr heiß. Die staubigen Späne und die Hitze waren ein deutliches Zeichen, dass der Bohrer überfordert war.

Im Bild oben sieht man einen Bosch Kunstbohrer neben dem Forstnerbohrer. Er ist mit Hartmetallschneiden besetzt, hat seitlich statt einem Kranz nur kleine Schneiden (was die Reibung reduziert) und deutlich mehr Platz für Spanabfuhr. Freundlicherweise hat ihn Bosch auf der Packung auch noch mit der erlaubten Maximaldrehzahl von 700 Touren beschriftet — besser wäre es noch, wenn das auch auf dem Bohrer selbst stehen würde.

Mit 25 € Anschaffungspreis gehört er noch zu den günstigen Vertretern seiner Gattung. Der Unterschied beim Bohren jedoch ist gewaltig. Schöne flächige Späne, schneller Vorschub ohne übermäßigen Kraftaufwand und deutlich weniger Hitze machen mehr Spaß beim Arbeiten. Müsste ich jetzt noch einmal von vorne mit dem Einkauf anfangen würde ich mir drei Größen als Kunstbohrer kaufen, die ich ständig brauche (20 mm, 35 mm und 40 mm) und andere nur dann, wenn ein Projekt es unbedingt erfordert.

Frühstücksfleisch, das keiner mag

Es ist immer wieder erstaunlich, wo sich überall Werbung breit macht. Wenn ich die derzeitige Situation extrapoliere, dann werden wir demnächst vermutlich vor unserer Haustür mit Werbung zwangsbeschallt.

Wie ich darauf komme? Wer ein WordPress Blog sein eigen nennt, der weiß, dass es Bots gibt, die die ganze Zeit damit beschäftigt sind, mit automatisch generierten Pseudo-Kommentaren Werbung oder Link-Spam zu verbreiten. Bis jetzt hat der Spam-Blocker alles gefangen.

Ist eigentlich schade, wenn ich bedenke, was die Leute, die solche Bots programmieren mit ihrem Potential für sinnvolle Dinge tun könnten.