Grundausstattung Handwerkzeuge – Holzwerken für Anfänger – Teil 2

Im zweiten Teil der Serie “Holzwerken für Anfänger” beschäftigen wir uns mit der Grundausstattung Handwerkzeuge, die man für einen Einstieg braucht. Handwerkzeuge sind die richtige Wahl, wenn man sehr geschickte Hände hat, Ruhe beim Arbeiten genießen will und mit möglichst wenig Anfangsinvestition starten will.

Das Minimum an Werkeugen

Im Bild unten sind die aus meiner Sicht wichtigsten Werkzeuge abgebildet.

Grundausstattung Handwerkzeuge

Grundausstattung Handwerkzeuge


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Dieses Geburtstagsgeschenk ist der Hammer

Was ist das beste Geburtstagsgeschenk eines Hobbyschreiners an den anderen? Na klar, ein Werkzeugunikat aus eigener Herstellung. Aus Thomas’ Werkstatt stammt dieser Schonhammer, der neben seiner stylischen Optik auch noch verborgene Qualitäten hat: Im Inneren des Hammers sorgen bewegliche Massen für Rückschlagfreiheit Dank Massenträgheit!

Der Originalentwurf ist ein Dead-blow mallet aus dem Wood Magazine.

Rückschlagfreier Schonhammer

Dank der frei beweglichen Füllung ist der Schonhammer rückschlagfrei.

Ein Sandwich aus Ahorn und Buche sorgt für den eleganten Ralley-Streifen, Wildleder schont das Werkstück. Damit lassen sich Positionierarbeiten präzise und ohne Beschädigung des Werkstücks erledigen.

Fast zu schön zum Benutzen. Aber nur fast — gutes Werkzeug wird durch Nutzung geadelt.

Danke Thomas!

Andreas´ Ausschalter-Verbesserung für die Bosch GTS 10 XC

Wie ich in meinem Erfahrungsbericht über die Bosch GTS 10 XC geschrieben habe, liegt der Ein- / Ausschalter zu weit vom Benutzer weg. Dadurch verdeckt die Tischplatte die Sicht auf den Schalter. Das ist gefährlich in Situationen, wo es schnell gehen muss mit dem Ausschalten.

Andreas hat uns heute eine rein mechanische Lösung geschickt, die sich schnell nachbauen lässt.

Er schreibt uns dazu:

» Vorab: in der Werkstatt lege ich Wert auf Funktionalität, nicht auf Schönheit.
Mein Schalter wurde aus Abfallstücken von Sperrholz gefertigt, verleimt und getackert. Der Deckel des Originalschalters wurde durchbohrt und meine Konstruktion einfach an der eingelassenen Rückwand mit einem Schräubchen befestigt. Hält bombig.

Bosch GTS 10 XC Ausschalter

Eine rein mechanische Lösung behebt das Problem des “unsichtbaren” Ein- / Ausschalters bei der Bosch GTS 10 XC

Die Länge der Konstruktion wurde nach folgenden Gesichtspunkten gewählt:

  1. sie überragt das Verstellrad der Blattverstellung um ca. 3 cm. Das gewährleistet, daß bei einem Schlag mit der flachen Hand unter die Arbeitsfläche der Schalter – auch aufgrund der vergrößerten Schalterfläche von ca. 6×6 cm – unweigerlich und ohne Hinzusehen getroffen wird und
  2.  sie überragt die Ecke des linken Fußes des Maschinentisches um ca. 0,5 cm, so daß der Ausschalter auch mit angezogenem Knie betätigt werden kann (eigentlich nutze ich diese Ausschaltmöglichkeit, auch ohne daß ein Notfall vorliegt, des öfteren).

So…. und jetzt gehe ich in die Werkstatt und baue das Ding in “schön”. «

Aus alt mach neu: Tisch für Bandschleifer bauen

Tischplatte abnehmbar

Die abnehmbare Tischplatte erlaubt einen Bandwechsel ohne die Maschine auszubauen.

Eine neue Projektseite zeigt, wie man einen Tisch für einen Bandschleifer selbst baut. Damit kann man sehr gut Kanten und Außenradien schleifen.

Die Anleitung funktioniert prinzipiell für alle Maschinen. Leichte Anpassungen je nach Modell sind notwendig.

Aufpassen auf das Werkstück: so eine Schleifmaschine hat ordentlich Kraft!

Störe nicht meine Kreise – Fräszirkel die Zweite !

Fraezirkel-7-FK

Fräszirkel mit Feineinstellung auch für kleine Kreise

Da ich gerade beim Lautsprecherbau des Öfteren kleine, exakte Kreise fräsen muss, habe ich mich dazu entschieden einen etwas aufwendigeren Fräszirkel zu entwerfen und zu bauen.

Und ich denke dass dieser auch für euch nützlich sein kann. Bei Interesse folge dem Link zum Eigenbau-Fräszirkel mit Feineinstellung auch für kleine Kreise.

Forstnerbohrer gegen Kunstbohrer

Forstnerbohrer gegen Kunstbohrer

Links: Forstnerbohrer mit Hartmetalschneiden
Rechts: No-Name Forstnerbohrer

Mit Forstnerbohrern hatte ich bisher nicht allzu viel Freude. In weichem Holz schneiden meine Bohrer noch ganz passabel, mit Hartholz und Plattenmaterial sind sie definitiv überfordert.

Ich gestehe, dass ich immer No-Name Bohrer gekauft hatte. Die Versuchung einen ganzen Satz zu kaufen (in 2 mm Schritten bis 50 mm) war einfach zu groß.

Wichtig bei der Arbeit mit solchen Bohrern ist Absaugung. Wenn der Span nicht sofort abgeführt wird, schwimmt der Bohrer auf und schneidet nicht mehr richtig.

Nachdem ich für ein aktuelles Projekt 21 Löcher mit 40 mm Durchmesser 50 mm tief in Buche schneiden muss, riss mir der Geduldsfaden. Mein Forstnerbohrer hat sich im Zehntelmillimeterbereich mühselig vorgekämpft und das obwohl ich an der Standbohrmaschine schon ordentlich Kraft aufgewendet habe. Außerdem wurde er sehr heiß. Die staubigen Späne und die Hitze waren ein deutliches Zeichen, dass der Bohrer überfordert war.

Im Bild oben sieht man einen Bosch Kunstbohrer neben dem Forstnerbohrer. Er ist mit Hartmetallschneiden besetzt, hat seitlich statt einem Kranz nur kleine Schneiden (was die Reibung reduziert) und deutlich mehr Platz für Spanabfuhr. Freundlicherweise hat ihn Bosch auf der Packung auch noch mit der erlaubten Maximaldrehzahl von 700 Touren beschriftet — besser wäre es noch, wenn das auch auf dem Bohrer selbst stehen würde.

Mit 25 € Anschaffungspreis gehört er noch zu den günstigen Vertretern seiner Gattung. Der Unterschied beim Bohren jedoch ist gewaltig. Schöne flächige Späne, schneller Vorschub ohne übermäßigen Kraftaufwand und deutlich weniger Hitze machen mehr Spaß beim Arbeiten. Müsste ich jetzt noch einmal von vorne mit dem Einkauf anfangen würde ich mir drei Größen als Kunstbohrer kaufen, die ich ständig brauche (20 mm, 35 mm und 40 mm) und andere nur dann, wenn ein Projekt es unbedingt erfordert.